Über den Kurs
Zwischen Schwarz und Weiß öffnet sich ein stiller Raum, in dem nichts eindeutig ist und alles möglich bleibt. Licht und Schatten berühren sich, lösen sich voneinander, verweben sich zu einem vielstimmigen Grau – mal sanft und atmend, mal dicht und schwer, mal kaum greifbar und dann wieder kraftvoll präsent.
In diesem Kurs erkunden wir die feinen Übergänge, die das Sichtbare erst wirklich lebendig machen. Grau erscheint nicht als Zwischenstufe, sondern als eigene Sprache – voller Nuancen, Brüche und leiser Überraschungen. Acrylfarben und Pigmente werden zu Werkzeugen eines tastenden Forschens: Transparenzen treffen auf opake Schichten, Mischungen entstehen, verschwinden, verdichten sich neu.
Wie viel Reduktion braucht ein Bild, um zu sprechen?Wie viel Leere lässt Bedeutung entstehen?Und wo beginnt das Flüstern zwischen den Extremen?
Linien, Flächen und Texturen werden zu Spuren eines inneren Dialogs – von Mehr und Weniger, von Setzen und Lassen, von Verdichtung und Öffnung.
Ein Raum für das Dazwischen. Für das Ungesagte. Für das, was erst im Grau seine volle Stimme findet.
Dozent/-in
Andrea Rozorea

Geb. 1971. Kunststudium in Augsburg und Norwich, England. Kunstpädagogik und Anglistik. Seit 1998 freischaffende Künstlerin. Kunstförderpreis der Stadtsparkasse Augsburg (1998, 1999 und 2001). Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler. Mitglied im Kunstverein Aichach. Lehraufträge (Malerei und Zeichnung) an verschiedenen freien Kunstakademien in Deutschland und Österreich. Ausstellungen im In- und Ausland, z.B. Internationales Künstlersymposium Neustadt/Weinstraße 2017 und Engineering goes Art Aconext München 2018 und 2019.



