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Anke Leinhaas

2027-08-18 AL

Materia - Verwandlung

Preis

640,00 €

Dauer

5 Tage

Über den Kurs

In diesem Seminar verlassen wir die bekannten Pfade der kontrollierten Komposition. Wir suchen die Provokation des Materials. Hier geht es nicht mehr nur um das, was wir mit der Materie tun, sondern darum, was die Materie mit sich selbst und unserem Bild macht.


„Das Material ist kein Widerstand, sondern ein Partner in einem unvorhersehbaren Prozess.“


Wir arbeiten mit Reagenzien und unkonventionellen Zuschlagstoffen, die Prozesse der Transformation, Mutation und Korrosion in Gang setzen. Wir laden das Zufällige ein, den chemischen oder physikalischen Wandel als aktiven Mitgestalter zu akzeptieren. Deine Aufgabe ist es, den „Point of no Return“ zu erkennen – den Moment, in dem du die Kontrolle loslässt und das Werk seinen eigenen, organischen Zustand der Veränderung einnimmt.


Was dich erwartet:

  • Alchemie im Atelier: Einsatz von Reagenzien, die Texturen verändern, Oberflächen aufbrechen oder Pigmentstrukturen mutieren lassen.

  • Prozess-Ästhetik: Wie lässt du eine Veränderung zu, ohne die formale Integrität zu verlieren?

  • Mut zur Mutation: Die Abkehr vom „fertigen“ Bild hin zur dokumentierten Zustandsveränderung.


Dieses Seminar ist ein radikales Experimentierfeld. Wir brechen die Oberflächen auf, lassen Dinge reagieren und beobachten, wie sich Materie unter unseren Händen verwandelt. Ein Seminar für Künstlerinnen, die den Mut haben, das Ergebnis dem prozessualen Wandel zu opfern.


Lass uns das Vorhersehbare hinter uns lassen und die Materie befreien.


Meditationen und Wahrnehmungsübungen sind ein freiwilliger Teil des Angebots.

Dozent/-in

Anke Leinhaas

Anke Leinhaas

Anke Leinhaas, geboren 1972 in Bad Neuenahr, lebt und arbeitet in der Nähe von Bonn. Neben ihrer Tätigkeit im wissenschaftlichen Umfeld beschäftigt sie sich seit ihrer Kindheit intensiv mit Malerei und besuchte Kurse bei verschiedenen Künstler*innen in unterschiedlichen Techniken.
Ausgehend von ihrer tiefen Verbundenheit mit der Natur widmet sie sich der künstlerischen Erforschung von „haptisch greifbaren Räumen im dreidimensionalen Bildgeschehen“. In diesem Kontext entdeckte sie die Prozessmalerei, mit der sie sich seit 2015 fokussiert auseinandersetzt. Der Besuch der Studienklasse Process Painting of Intuitive Power bei Gabriele Musebrink von 2018 bis 2020 vertiefte diesen künstlerischen Prozess. In den Jahren 2020 bis 2022 war sie in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin Gabriele Musebrink in der künstlerischen Lehre tätig und übernahm die eigenständige Leitung von Seminaren und Workshops. Seit 2023 arbeitet Anke Leinhaas als freie Dozentin an Kunstakademien im gesamten deutschsprachigen Raum. Ihre Arbeiten sind regelmäßig in Ausstellungen vertreten und wurden mehrfach international ausgezeichnet.

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