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Anke Leinhaas

2027-03-17 AL

Die Dualität in Rot

Preis

640,00 €

Dauer

5 Tage

Über den Kurs

Rot ist nicht nur eine Farbe. Rot ist Energie, Schmerz, Vitalität und Widerstand. In diesem Seminar begeben wir uns auf eine tiefgreifende Reise in das Zentrum des Farbspektrums und untersuchen die „Dualität von Rot“ – die Spannung zwischen archaischen, weiblich konnotierten Aspekten und den komplementären, männlich gelesenen Qualitäten.


„Die Farbe ist die Tastatur, die Augen die Hämmer, die Seele das Klavier mit vielen Saiten.“ – Wassily Kandinsky


In deinem gewohnten, prozessorientierten Dialog zwischen Kontrolle und Loslassen gehen wir über das Konventionelle hinaus. Du arbeitest direkt mit Pigmenten und entwickelst eigene, haptische Texturen, um die Sinnlichkeit der Materie neu zu begreifen. Wir erkunden, wie Konsistenz und Sättigung die psychologische Wirkung steuern und wie du durch deine intuitive Geste die Farbe als eigenständigen Akteur auf dem Bildträger begreifst.


Dieses Seminar ist eine Einladung an dich, materielle Autonomie zu leben und die Grenzen des Rots – zwischen pulsierender Tiefe und konstruktiver Signalstärke – neu zu definieren.


Inhalte:

·        Farblehre der Rottöne: Von der Lasur zur pastosen Schichtung.

  • Die Dialektik der Farbe: Weibliche Resonanz vs. männliche Struktur.

  • Prozessorientiertes Arbeiten zwischen Intuition und kalkulierter Geste.

Lasst uns gemeinsam die Materie befragen und die Grenzen des Rots neu definieren.

Meditationen und Wahrnehmungsübungen sind ein freiwilliger Teil des Angebots.

Dozent/-in

Anke Leinhaas

Anke Leinhaas

Anke Leinhaas, geboren 1972 in Bad Neuenahr, lebt und arbeitet in der Nähe von Bonn. Neben ihrer Tätigkeit im wissenschaftlichen Umfeld beschäftigt sie sich seit ihrer Kindheit intensiv mit Malerei und besuchte Kurse bei verschiedenen Künstler*innen in unterschiedlichen Techniken.
Ausgehend von ihrer tiefen Verbundenheit mit der Natur widmet sie sich der künstlerischen Erforschung von „haptisch greifbaren Räumen im dreidimensionalen Bildgeschehen“. In diesem Kontext entdeckte sie die Prozessmalerei, mit der sie sich seit 2015 fokussiert auseinandersetzt. Der Besuch der Studienklasse Process Painting of Intuitive Power bei Gabriele Musebrink von 2018 bis 2020 vertiefte diesen künstlerischen Prozess. In den Jahren 2020 bis 2022 war sie in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin Gabriele Musebrink in der künstlerischen Lehre tätig und übernahm die eigenständige Leitung von Seminaren und Workshops. Seit 2023 arbeitet Anke Leinhaas als freie Dozentin an Kunstakademien im gesamten deutschsprachigen Raum. Ihre Arbeiten sind regelmäßig in Ausstellungen vertreten und wurden mehrfach international ausgezeichnet.

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