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Anke Leinhaas

2026-08-19 AL

Das Unsichtbare im Licht

Preis

590,00 €

Dauer

5 Tage

Über den Kurs

Leinwand – Spachtelmassen, Tuschen, Wachs und Pigmente

Schleiernessel – Marmormehl, Papier, Tuschen und Pigmente

Was bleibt im Verborgenen? Was zeigt sich nur im Spiel von Licht und Schatten, von Sichtbarkeit und Leere?


„Das Licht zeigt nur, was bereit ist, sichtbar zu werden.

Alles andere bleibt unsere Stille Spur“


In diesem Seminar gehen wir auf die Suche nach dem Unsichtbaren – dem, was hinter, unter oder zwischen den sichtbaren Dingen liegt.

Mit selbst hergestellten Spachtelmassen, Pigmenten und transparenter Schleiernessel als Malgrund erschaffen wir vielschichtige Bildräume. Dabei arbeiten wir sowohl auf klassischer Leinwand als auch auf halbtransparenten Stoffen, die das Licht durchlassen, brechen oder zurückwerfen. Ein zentrales Gestaltungselement ist die Negativmalerei: Formen und Figuren entstehen nicht durch das, was aufgetragen wird – sondern durch das, was ausgespart bleibt. Es ist ein Spiel mit Umriss, Umraum, Struktur und Transparenz. Was sichtbar wird, ist das, was wir nicht direkt malen.


Inhalte & Techniken:

  • Spachteltechniken auf Leinwand und Stoff

  • Arbeiten mit Schleiernessel als durchscheinendem Träger

  • Einbindung von Licht und Schatten in die Gestaltung

  • Pigmentaufträge in Schichten, Lasuren, Abtragungen

  • Einführung in die Negativmalerei: Aussparen, Umfließen, Sichtbarmachen durch Leere

  • Kombination aus Fläche, Textur, Linie und Lichtwirkung


Wir erschaffen Bildräume, in denen das Unsichtbare Platz bekommt – Erinnerungen, Atmosphären, Andeutungen. Am Ende steht ein oder mehrere Werke, die nicht nur in ihrer Materialität, sondern auch in ihrer stillen Aussagekraft berühren.

 

Dieses Seminar richtet sich an Künstler*innen, die sich mit Licht und Schatten, mit dem Unsichtbaren und der Negativmalerei beschäftigen wollen und offen für Neues sind. Meditationen und Wahrnehmungsübungen sind ein freiwilliger Teil des Angebots.

Dozent/-in

Anke Leinhaas

Anke Leinhaas

Anke Leinhaas, geboren 1972 in Bad Neuenahr, lebt und arbeitet in der Nähe von Bonn. Neben ihrer Tätigkeit im wissenschaftlichen Umfeld beschäftigt sie sich seit ihrer Kindheit intensiv mit Malerei und besuchte Kurse bei verschiedenen Künstler*innen in unterschiedlichen Techniken.
Ausgehend von ihrer tiefen Verbundenheit mit der Natur widmet sie sich der künstlerischen Erforschung von „haptisch greifbaren Räumen im dreidimensionalen Bildgeschehen“. In diesem Kontext entdeckte sie die Prozessmalerei, mit der sie sich seit 2015 fokussiert auseinandersetzt. Der Besuch der Studienklasse Process Painting of Intuitive Power bei Gabriele Musebrink von 2018 bis 2020 vertiefte diesen künstlerischen Prozess. In den Jahren 2020 bis 2022 war sie in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin Gabriele Musebrink in der künstlerischen Lehre tätig und übernahm die eigenständige Leitung von Seminaren und Workshops. Seit 2023 arbeitet Anke Leinhaas als freie Dozentin an Kunstakademien im gesamten deutschsprachigen Raum. Ihre Arbeiten sind regelmäßig in Ausstellungen vertreten und wurden mehrfach international ausgezeichnet.

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