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Anke Leinhaas

2026-05-13 AL

Zart wie Papier – beständig wie Stein

Preis

590,00 €

Dauer

5 Tage

Über den Kurs

Fresco-Secco-Technik auf nepalesischem Loktapapier mit Pigmenten


In diesem Seminar erforschen wir die faszinierende Verwandlung des handgeschöpften Loktapapiers aus Nepal, das durch eine spezielle Fresco-Secco-Technik in eine steinartige Oberfläche überführt wird. Durch die Verbindung von Kalk, Knochenleim und Pigmenten entsteht eine archaisch anmutende Bildfläche – rau, atmend, voller Geschichte.


 „Das Papier atmet – bis der Stein es hält.“ – Unbekannt

Das ursprünglich fragile Loktapapier erfährt eine Transformation: Es wird stabilisiert, geerdet, versteinert – und bleibt zugleich offen für das Leise, das sich darin zeigen will. Mit lasierenden Farbschichten, Abreibungen, Spuren und Schichtungen gehen wir auf eine künstlerische Spurensuche zwischen Zerbrechlichkeit und Dauer.

Inhalte & Techniken:


  • Einführung in das Loktapapier: Herkunft, Struktur, symbolische Bedeutung

  • Grundierung und Härtung des Papiers mit Kalkmischungen (Fresco-Secco)

  • Verarbeitung von Pigmenten, Lasuren und natürlichem Bindemittel

  • Arbeiten mit Rissen, Faltungen, Kratzspuren und Spachtelauftrag

  • Intuitiver und meditativer Umgang mit Fläche, Linie, Struktur

  • Experimentieren mit Fragment, Lichtreflex, Leere und Verdichtung


Es entstehen bildhafte Objekte zwischen Malerei und Materialbild – poetische Oberflächen, in denen Natur, Handwerk und künstlerischer Ausdruck eine Symbiose eingehen. Der Prozess ist entschleunigt, erdig, still – und voller Tiefe.

 

Das Papier wird von der Seminarleitung mitgebracht und individuell nach Verbrauch berechnet. Es entstehen zwei quadratische, mittelgroße Arbeiten (50x50cm) und mehrere kleine Formate (25x25cm oder 12x12cm), die erspürend und differenziert bearbeitet werden.

 

Dieses Seminar richtet sich an Kunstbegeisterte jeden Alters und Erfahrungslevels, die Interesse an der Erforschung neuer Materialien und Techniken haben und sich mit der Fresko-Secco Technik auseinandersetzen möchten. Vorkenntnisse nicht erforderlich, nur Offenheit für Experimente und die Bereitschaft, ihre kreative Vision zu erkunden. Meditationen und Wahrnehmungsübungen sind ein freiwilliger Teil des Angebots.

Dozent/-in

Anke Leinhaas

Anke Leinhaas

Anke Leinhaas, geboren 1972 in Bad Neuenahr, lebt und arbeitet in der Nähe von Bonn. Neben ihrer Tätigkeit im wissenschaftlichen Umfeld beschäftigt sie sich seit ihrer Kindheit intensiv mit Malerei und besuchte Kurse bei verschiedenen Künstler*innen in unterschiedlichen Techniken.
Ausgehend von ihrer tiefen Verbundenheit mit der Natur widmet sie sich der künstlerischen Erforschung von „haptisch greifbaren Räumen im dreidimensionalen Bildgeschehen“. In diesem Kontext entdeckte sie die Prozessmalerei, mit der sie sich seit 2015 fokussiert auseinandersetzt. Der Besuch der Studienklasse Process Painting of Intuitive Power bei Gabriele Musebrink von 2018 bis 2020 vertiefte diesen künstlerischen Prozess. In den Jahren 2020 bis 2022 war sie in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin Gabriele Musebrink in der künstlerischen Lehre tätig und übernahm die eigenständige Leitung von Seminaren und Workshops. Seit 2023 arbeitet Anke Leinhaas als freie Dozentin an Kunstakademien im gesamten deutschsprachigen Raum. Ihre Arbeiten sind regelmäßig in Ausstellungen vertreten und wurden mehrfach international ausgezeichnet.

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